Wichtige Punkte im Hinblick auf das IFL Play Off

VSV Unihockey war zu Gast bei FBK Polanska Banda in Slowenien, leider mit stark dezimiertem Kader.

Gleich 6 Verteidiger musste der österreichische Rekordmeister vorgeben:

Kapitän Raab, Leurer, Velikogne, Abderrahmani und die beiden Langzeitverletzten Sampl und Frank.
Außerdem nicht mit von der Partie Flügel Seiser Philipp.

Somit musste Coach Fitzko Änderungen in den LineUps vornehmen. Nachwuchshoffnung Thomas Ritsch bekam von Beginn an die Chance sein Können unter Beweis zu stellen und gab, ums schon vorweg zu nehmen, eine klare Talentprobe ab.


Offener Schlagabtausch zu Beginn

Das Spiel startete pünktlich um 16 Uhr und begann mit einem offenen Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Gäste.
In Minute 5 das erste Tor und die verdiente Führung für die Villacher durch Niklas Fechtig.
Die Slowenen kamen eigentlich nur im Powerplay so richtig gefährlich vor das Gehäuse von Timmo Taurer.
Dieser konnte im 1. Drittel die 0 halten und glänzte in Minute 17 mit einem Assist der Sonderklasse:

Nach einem Angriff und Torabschluss von Polanska konnte er den Ball aus der Luft fangen und schickte Flügel Koloini Helmut, mit einem Auswurf an den gegnerischen Verteidigern vorbei, in den freien Raum. Koloini überspielte den Tormann und schob zum 2:0 ein.
Mit diesem verdienten Zwischenstand ging es zum Pausentee.  
 

Schnelle Wende    

Das 2. Drittel begann wie das erste endete, mit Vorteilen für die Draustädter.
In Minute 25 das erste Powerplay für den VSV, wo durch eine herrliche Kombination der Gegner regelrecht schwindlig gespielt wurde und Fechtig nach herrlichem Pass von Alexander Hanschur nur noch ins leere Tor einschieben musste.
3:0 der komfortable Zwischenstand aus Sicht der Gäste. Man sollte meinen der Drop war gelutscht, aber dann geschah das Unerklärliche.
Die Villacher wurden zusehends hektischer.
Die Ruhe und Souveränität die bis zum 3:0 ausgestrahlt wurde, war verflogen. Ein Fehler nach dem anderen waren die Folge.

Die Slowenen bemerkten das und verstärkten den Druck. Schuss um Schuss flog Richtung Taurer und die Villacher konnten sich nur mehr mit Fouls helfen.
Die Folge waren 4 Tore der Heimmannschaft in Folge. Ohne Taurer hätte das Zwischenresultat weitaus höher ausfallen können.
Die Vordermänner konnten sich wirklich bei ihm bedanken, dass er sie im Spiel halten konnte und so ging es mit 3:4 in die Pause.

Alte Tugend spielentscheidend

Die Slowenen verstärkten den Druck im letzten Abschnitt abermals und somit konnten die Gäste kaum noch Chancen kreieren. Man war nur noch mit Verteidigen und dem Zerstören des Spiels der Gegner beschäftigt.
Trainer Fitzko musste reagieren, um hier die Kohlen noch aus dem Feuer zu holen und gab den ersten beiden Linien mehr Spielzeit.
In Minute 45 konnte der Ausgleich nach einem schönen Angriff der 2. Linie erzielt werden. Torschütze Niklas Felsberger beförderte den Ball volley ins Tor.
7 Minuten später wieder ein Rückschlag für die Blau-Weißen, denn der junge Slowene Luka Stanonik brachte sein Team erneut in Führung. (4. Tor in diesem Spiel) 
Den Villachern gelang wahrlich nicht viel in diesem Spiel und man war offensichtlich das schwächere Team. Eines konnte man der Villacher Mannschaft aber nicht absprechen: Den absoluten Willen, den Kampfgeist und das Herz um diese wichtigen Punkte doch noch mit nach Hause zu nehmen.
Gefährlich vor das slowenische Tor kam man selten und wenn nur durch schnelle Konter, wie in Minute 55. Helmut Koloini zog alleine auf den Torhüter und wurde unsanft vom Ball getrennt und zu Fall gebracht.
Die Folge: Penaltyshot

Goalgetter Niklas Fechtig trat an und traf souverän. (3. Tor an diesem Tag, 6 Tore in den letzten beiden Spielen!)


Spezialisten am Werk
 

In spannenden 5 Minuten Overtime, einem Spiel auf Messers Schneide, wo Villach auch noch eine 2-minütige Unterzahl überstehen musste, konnte kein Sieger ermittelt werden.
Und so gaben beide Trainer ihren Spickzettel mit den 3 Penaltyschützen beim Referee ab.
Der Münzwurf entschied, dass Polanska anfing. Blaz Kavcic und der vierfache Torschütze Luka Stanonik fanden in Taurer ihren Meister. Die Villacher Penaltyspezialisten Steiner und Schmid trafen und 2 wichtige Punkte waren am Konto der Kärntner.
Wichtige Punkte im Hinblick auf das IFL Playoff, denn man konnte an den Slowenen vorbeiziehen und liegt nun hinter Skofija Loka (18 Pkt.) und Wien (12 Pkt.), die beide schon 1 Spiel mehr bestritten, auf Platz 3. (7 Punkte)
 

Fazit

Man hat gemerkt, dass wichtige Stützen in der Mannschaft gefehlt haben. Die Linien mussten umgekrempelt werden und man merkte, dass sie nicht eingespielt waren.
Man muss aber eines festhalten: Großes Lob an die gesamte Mannschaft.
Die alte Villacher Tugend war wieder erkennbar. Zusammenhalt und das Kämpferherz bis zum Schluss.
Kann man an dieser Einstellung festhalten, diese möglicherweise forcieren, werden schon bald wieder erfolgreiche Zeiten für Blau-Weiß folgen…