Ein wirklich "Großer" sagt leise Servus

Im wahrsten Sinne des Wortes groß, denn mit 2,02m war es jahrelang ein Genuss Matthias Frank, der Spinne, wie er liebevoll von Fans und Mitspielern genannt wurde, bei Glanzparaden zuzusehen.

Der langjährige Tormann der Bundesligamannschaft und des Nationalteams beendet mit sofortiger Wirkung seine Karriere.

 

Begonnen hatte alles vor nun schon mehr als 17 Jahren.

Er war wichtiger Bestandteil der Goldenen Generation, die VSV Unihockey zu einem Serienmeister machte.

Er war 2007 auch wichtiger Bestandteil der allerersten U19 Herren-Nationalmannschaft, wo man sensationell den 4. Platz bei der B-WM in der Schweiz erringen konnte.

 

Zu seinen größten Erfolgen zählen 8 Staatsmeistertitel und 3 Teilnahmen an Herren WM-Qualifikationen.

 

Sein mit Abstand bestes Turnier spielte er 2014 in den Niederlanden, wo er in 5 Spielen unglaubliche 118 Saves und eine Save-Quote von 86% erreichte.

Und das u.a. gegen Gegner wie Tschechien, Deutschland und Dänemark.

 

Nie vergessen wird man in Villach, als der erst 17-jährige Frank 2007, im wichtigsten Spiel der Saison, im Finale gegen Erzrivalen Zell am See überraschend den Vorzug gegenüber dem damaligen unangefochtenen Stammtorhüter Taurer bekam. Frank glänzte und führte die Villacher zum 1. Staatsmeistertitel. Der 1. Sieg seit Jahren gegen Zell am See. Trainer Felsberger begründete die damalige Entscheidung trocken mit „Bauchgefühl“.

Die Entscheidung zum Rücktritt fiel ihm keines Falls leicht und wurde erst beim 1. Hallentraining der heurigen Saison bekanntgegeben.

Für die Mannschaft ist das natürlich ein herber Verlust.

Hoffentlich bleibt er dem Verein in irgendeiner Form erhalten und wenn es nur als treuer Fan ist.

 

Matthi wünscht in einem kurzen Statement seinen ehemaligen Kollegen eine erfolgreiche, verletzungsfreie Saison und dass die Mannschaft die gesetzten Ziele erreicht.

„Danke an meine Familie, Freunde und Sponsoren für die ganzen Jahre und dass ihr mir immer zur Seite gestanden habt und mit mir diesen tollen Sport und diese geile Zeit gelebt habt“, so die Abschlussworte unserer Nummer 39 mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

 

Alles Gute, Matthi. Danke für Alles.

 

Blau-Weiß