Duell Rekordmeister gegen amtierenden Meister in Villach

In der 4. Runde der IFL kam es in Villach zum Gipfeltreffen zweier österreichischer Topteams.
 

Ausgangslage

In dieser Partie ging es um wichtige Punkte im Hinblick auf die Playoff Tickets der Internationalen Floorball Liga.
Topfavorit FBK Insport Škofja Loka ist mit dem Punktemaximum von 15 Punkten nach 5 Spielen klar auf Position 1 der Tabelle, gefolgt von Wien, Polanska Banda mit jeweils 6 und dem VSV mit 5 Punkten. Ein wenig abgeschlagen bereits der KAC (3 Punkte) und der FBC Borovnica (1 Punkt).
Kleines Detail am Rande: Wien und Škofja halten bei einem Spiel mehr als der Rest des Feldes.

Heißes Spiel von Anfang an

Das Spiel hielt von Beginn weg, was es versprach. Schnelle Angriffe, hitzige Zweikämpfe und tolle Paraden der beiden Torhüter Taurer und Bezucha.
Es dauerte bis zur 17. Minute bis endlich das erste Tor fiel. Fechtig traf nach Zuspiel von Kanduth.
Die verdiente Führung für starke Villacher, die immer wieder gefährlich vor das Wiener Gehäuse kamen. Die Blau-Weißen dominierten das Spielgeschehen, wobei die Wiener abwartend, eher defensiv spielten und, wie sich an diesem Abend noch öfter herausstellen sollte, viel, viel cleverer und entschlossener als die Draustädter.
Der beste Beweis dafür war der Ausgleich durch Zehetner in der 19.Minute.
Schneller Konter, zu passives Verteidigen und Goalie Taurer wurde nach einem ansatzlosen Schuss aus der Drehung am falschen Fuß erwischt.
Nach einem Stockschlag musste Kapitän Daniel Raab 2 Minuten auf die Strafbank. Die Villacher verteidigten mit Mann und Maus den eigenen Kasten. Dies gelang auch bis 0.2 (!!!) Sekunden vor dem Ende. Ein Geniestreich vom Ex-Villacher Seiser Michi leitete die erstmalige Führung der Wiener ein. Haargenauer „Stangerlpass“ auf die Schaufel von Zehetner. 1:2

Kalte Dusche zu Beginn des 2. Drittels

Hochmotiviert kamen die beiden Mannschaften aus den Kabinen. Doch für die Villacher kam bereits nach 1 Minute die kalte Dusche. Ein Fehler im Spielaufbau wurde eiskalt zum 1:3 verwertet.
Wirklich ein Schlag gegen den Kopf für die Heimmannschaft.
Man musste sich in der Partie zurückkämpfen und der Rekordmeister machte das auch eindrucksvoll.
Tolle Angriffsszenen am Fließband. Die Hauptstädter begnügten sich damit hinten zu stehen und auf Konter zu lauern. Dies wurde durch einen Doppelschlag der Hausherren bestraft. Koloini (27.) und Fechtig (29.) sorgten für den Ausgleich.
5 Minuten später war es wieder Youngster Niklas Fechtig, der für Furore sorgte: Schneller Angriff über rechts und ein sehenswerter Handgelenkschuss auf Höhe der Wechselzone der Wiener genau ins Kreuzeck.  4:3.
 

 

 

Hitziges Duell zweier Erzrivalen

Es entwickelte sich ein körperbetontes Spiel mit hitzigen Diskussionen und Strafminuten auf beiden Seiten. Der Villacher Kapitän Raab musste sich leider auswechseln lassen und dem körperlich sehr betont geführten Spiel Tribut zollen. Ein verdrehtes Knie zwang ihn zum Aufhören.
Und wie sollte es auch anders sein, fiel das nächste Tor durch eine Überzahl Situation nach einer Strafe. Seiser Michael sorgte in 45. Minute im Powerplay für den 4:4 Ausgleich.
Villach wurde nun unsicherer. Nach und nach entstanden Chancen für die Auswärtsmannschaft und oft konnte man sich nur durch Fouls wehren. Auch Timmi Taurer hatte alle Hände voll zu tun und konnte sich oft durch tolle Paraden auszeichnen.
In Minute 54 konnte er aber leider nur mehr den Ball hinter sich aus den Maschen holen. Und wieder mal war es ein Ex-Villacher, der die Wiener jubeln lies. Jakob Mayer mit einem halbhohen Schuss zum 4:5.
Villacher versuchte nochmals alles und bekam auch eine extrem gute Chance auf den Ausgleich.
5 Minuten Strafe gegen Christian Dworzak wegen eines gefährlichen Stockschlags.
Es folgte ein Time-Out durch Coach Fitzko und letzte Anweisungen für die Powerplay Formation um das Ruder noch rumzureißen.
Es wurde alles versucht, immer wieder Schüsse von Topscorer Timo Schmid, aber leider ohne Erfolg. Zwingende Torchancen konnte man leider nicht erspielen. In Minute 55 dann wieder ein herber Rückschlag für die Hausherren. Velikogne musste auf die Strafbank, da er nach einem verlorenen Laufduell den Gegner unsanft über die Bande beförderte.
In den letzten 10 Sekunden des Spiels kam es noch einmal zur besten Torchance auf den Ausgleich.
Weiter Auswurf von Taurer, der eigentlich abgefangen wurde. Hanschur kam aber zum Schuss, der gerade noch abgewehrt werden konnte. Den Abpraller konnte Koloini 2 Sekunden vor dem Ende nicht mehr ins Tor befördern und die Stange rettete die 3 Punkte für die Wiener.

Fazit

Kurz und knapp: Das cleverere Team hat gesiegt.


VSV Unihockey – SU Wiener FV 4:5

Tore: Fechtig (3), Koloini