SZPK Komàrom – VSV Unihockey 4:5 (1:3/0:1/3:1)

Nach dem Heimerfolg in der 1. Runde der neu gegründeten Internationalen Floorballliga gegen Komàrom stand am 2. Spieltag das gleiche Duell an. Diesmal musste der VSV die lange Reise nach Ungarn antreten. Headcoach Fitzko standen diesmal Christoph Steiner (krank) sowie die privat verhinderten Michael Kanduth und David Huber nicht zur Verfügung.

Als man nach circa 6 Stunden Fahrzeit in Komàrom ankam wurde uns gleich mitgeteilt, dass das Spiel statt um 19:30 erst um 20:00 angepfiffen wird. Grund dafür war ein zuvor nicht pünktlich gestartetes Handballspiel. Als unsere Mannschaft zum Aufwärmen aufs Parkett ging, gab es das nächste Problem. Das Spielfeld war auf Grund der zuvor erfolgten Reinigung komplett nass und sehr rutschig. An ein normales Warmup war nicht zu denken und der Boden wollte einfach nicht trocknen. Den Schiedsrichtern wurde es dann, nachdem klar war, dass das Spiel auch um 20:00 nicht angepfiffen werden kann, zu bunt. Sie gaben eine 10-Minuten-Deadline aus um den Boden zu trocken, andernfalls würde das Spiel strafverifiziert zu Gunsten der Villach gewertet werden. Alle Spieler der Gastgeber und auch etliche Zuschauer schafften es schließlich mit Handtüchern und T-Shirts das Feld trocken zu bekommen und es konnte endlich gestartet werden.

Die Gäste starteten diesmal mit einer etwas veränderten Taktik in das Spiel. Headcoach Fitzko gab diesmal kein hohes Forechecking vor, sondern stellte seine Mannschaft defensiver ein. Man wollte erstmal abwarten und erst in der eigenen Hälfte zu attackieren beginnen. Obwohl man relativ kompakt stand, kamen die Ungarn immer wieder zu Chancen. Anders als in der 1. Begegnung konnte sie die Chancen jedoch nicht verwerten. Der VSV machte es besser: nach 2 einstudierten Freistoßvarianten ging man durch Schmid und Seebacher mit 2:0 in Front. Schmid legte in Unterzahl sogar sehenswert das 3:0 nach. Durch einen, man muss es so sagen, dummen Ballverlust kurz vor Ende des Drittels und dem darauffolgenden Konter fing man sich nur 1(!) Sekunde vor Drittelende das 1:3 ein. Trainer Fitzko war dementsprechend sauer und es wurde trotz der Führung etwas lauter in der Kabine.

Im 2.Drittel versuchte der VSV den Vorsprung zu verwalten und weiter hinten sicher zu stehen. Irgendwie erinnerte das Spiel an die 1. Begegnung: zahlreiche Hochkaräter wurden von den Ungarn vergeben und Goalie Taurer agierte, wenn er gefordert war in Höchstform. Außer dem 4:1 durch Haimburger konnte der VSV auch kein Kapital aus seinen Chancen schlagen, es passierte in diesem Drittel nichts mehr und die Teams tauschten noch einmal die Seiten.

Im letzten Drittel änderte sich an der Spielanlage nicht viel, man versuchte den Vorsprung „heimzuspielen“. Frank erhöhte in der 44. Minute mit einem seiner gefürchteten Distanzschüsse sogar auf 5:1 für die Blau-Weißen.  Als die Ungarn 10 Minuten vor Schluss nach einem harten Einsteigen eine 5-Minuten-Strafe plus Penalty für den VSV kassierten, glaubten viele an eine Vorentscheidung. Neuerwerbung Holl scheiterte mit seinem Penalty, nichtsdestotrotz hatte man für 5 Minuten einen Mann mehr am Feld. Jedoch machte sich der VSV seinerseits mit unnötigen Strafen das Leben schwer. Durch einen sehenswerten Penalty und ein weiteres Tor nur Sekunden später kamen die Magyaren bis auf 2 Tore heran. Nun hatten sie die sprichwörtliche 2.Luft und schnürten die Villacher regelrecht in ihrer Hälfte ein. Dauerdruck prasselte auf die Gäste ein und man kam kaum zum verschnaufen. Gute 2 Minuten vor Schluss gelang ihnen sogar das 4:5 und nun war wieder alles offen. Wie in Villach rettete der VSV das Ergebnis mit etwas Glück über die Zeit.